Streetbolzerhaus hat eine neue Außengestaltung

Streetbolzerhaus hat eine neue Außengestaltung

Lange geplant, oft besprochen und jetzt umgesetzt: Unser Streetbolzerhaus hat eine neue Gestaltung bekommen! 🏠⚽

Am vergangenen Wochenende wurde die Außengestaltung unseres Streetbolzerhauses gemeinsam mit den Künstler*innen @konradhappy36 , @bluba_babsi und @jelenasvc_ umgesetzt. Die Grundlage dafür waren Zeichnungen und Ideen unserer Kinder und Jugendlichen, die damit selbst einen wichtigen Teil der Gestaltung unseres Hauses geschaffen haben.

Das Streetbolzerhaus soll nämlich nicht grau sondern bunt aussehen. Mit der Gestaltung zeigen wir noch mehr, wer Streetbolzer ist und wofür wir stehen: fair, bunt, vielfältig, kreativ und vor allem "Straße".

Ein riesiges DANKE geht an @konradhappy36 , @bluba_babsi und @jelenasvc_ für die kreative Umsetzung und natürlich an unsere Kinder und Jugendlichen, deren Zeichnungen und Ideen die Inspiration für die Gestaltung waren. ❤️

Damit wir unsere Arbeit in der Zukunft weiter möglich machen können, werden wir von @stadtkassel @volkswagen.wedrivefootball und @aktion_mensch gefördert!

Streetbolzer erhält den Julius-Hirsch-Preis 2026Auszeichnung für ein vielfältiges Angebot für Kinder und Jugendliche

Streetbolzer erhält den Julius-Hirsch-Preis 2026Auszeichnung für ein vielfältiges Angebot für Kinder und Jugendliche

Der Kasseler Verein Streetbolzer e.V. erhält den ersten Platz des Julius-Hirsch-Preises 2026 und damit eine der wichtigsten Auszeichnungen des Deutschen Fußballbundes. Die Jury würdigt das kostenlose, niedrigschwellige Fußball-, politische Bildungs- und Kulturangebot des Vereins, mit dem Kinder und Jugendliche erreicht, gesellschaftliche Teilhabe ermöglicht und Diskriminierung und Ausgrenzung entgegengewirkt wird.

„Wir freuen uns riesig über diesen Preis und eskalieren innerlich maximal“, sagt Mustafa Gündar, Geschäftsführer von Streetbolzer. „Für uns ist diese Auszeichnung vor allem die Anerkennung für die vielen Kinder und Jugendlichen, die Woche für Woche zu uns kommen, auf den Bolzplätzen Fußball spielen, zusammen ihre Freizeit verbringen, diskutieren, kreativ werden und gemeinsam Verantwortung mit uns übernehmen.“

„Wir wollen Kinder und Jugendliche dort abholen, wo sie sind: auf der Straße, auf dem Bolzplatz, in ihrem Alltag.“, erklärt Gündar. „Der Fußball ist unser Zugang. Aber es geht um viel mehr. Es geht darum, miteinander klarzukommen, Konflikte zu lösen, Fairness zu lernen, sich einzumischen und zu erleben, dass die eigene Stimme zählt.“

Die langjährige Unterstützung durch die Stadt Kassel sowie zahlreiche Partner und Förderer haben dazu beigetragen, dass Streetbolzer diese Arbeit über viele Jahre aufbauen und ausweiten konnte. Ein wichtiger Schwerpunkt bleibt die inklusive und offene Arbeit mit Mädchen und jungen Menschen, die in klassischen Vereinsstrukturen häufig schwer erreicht werden. Mit Unterstützung von Aktion Mensch konnte Streetbolzer diese Angebote kontinuierlich weiterentwickeln und Räume schaffen, in denen Mädchen und Jugendliche unabhängig von ihren individuellen Voraussetzungen gemeinsam Fußball spielen und ihre eigenen Ideen einbringen können.


Für Boris Mijatovic, der 2008 das erste Straßenfußball-Turnier „Kick-rechts-weg“ in der Kasseler Innenstadt organisierte und 2009 gemeinsam mit Mustafa Gündar Streetbolzer gründete, schließt sich mit der Auszeichnung ein Kreis: „In Erinnerung an unsere Ursprünge im politischen Straßenfußball für Ausgleich und Respekt empfinden wir eine besondere Verbundenheit mit dem Namensgeber Julius Hirsch. Wir nehmen den Preis mit größter Demut und Dankbarkeit entgegen. Aber im Mittelpunkt stehen für uns weiterhin die Jugendlichen, die sich nie aufgegeben haben. Für Kassel und für sie machen wir diese Arbeit. Meet the street bleibt unser zentrales Motto.“


Hintergrund

DFB-Präsident Bernd Neuendorf teilte heute mit, dass Streetbolzer den ersten Platz des Julius-Hirsch-Preises 2026 erhält. Insgesamt hatten sich 135 Initiativen und Vereine bundesweit für den diesjährigen Preis beworben. Der zweite Preis geht an den SV Borussia Leer, der dritte Preis an die Deutsch-Tschechische Fußballschule.

Die elfköpfige Jury überzeugte Streetbolzer insbesondere durch das „kostenlose und niedrigschwellige Fußball-, Bildungs- und Kulturangebot“, mit dem „eine demokratische Haltung gefördert wird, gesellschaftliche Teilhabe unterstützt und Diskriminierung und Ausgrenzung entgegengewirkt wird“, wie es in der Mitteilung des DFB heißt.

Journalistin und Jurymitglied Dunya Hayali hebt besonders die Vielfalt und Niedrigschwelligkeit der Angebote hervor: „Streetbolzer erreicht sehr viele und vielfältige Zielgruppen. Das breit gefächerte Angebot hat mich beeindruckt. Der Zugang ist niedrigschwellig, die Angebote sind kostenlos, offen und ohne Anmeldung zugänglich. Die Kinder werden unabhängig von einer Vereinszugehörigkeit dort abgeholt, wo sie sind: beim Straßenfußball. Zugleich geht das Engagement mit Workshops, Medienprojekten, Gedenkveranstaltungen und Demonstrationen weit über den Fußball hinaus.“



Herbstliga in Wehlheiden

Herbstliga in Wehlheiden

Das erste Turnier im Rahmen unserer Herbstliga liegt hinter uns. Gestern gab es ein Straßenfußballturnier in der Buddengasse in Wehlheiden. Ein Turnier ganz im Zeichen von echtem Bolzplatz-Flair, kurzen Wegen und langen Zweikämpfen.

Sechs Teams, ein Sandplatz, jede Menge Einsatz.
Schnelle Kombinationen, enge Räume, viel Leidenschaft. Die Mischung, die einen Bolzplatz von einem normalen Sportplatz unterscheidet. Ein unkonventionelles Spuelfeld, laut, ehrlich.
Ganz ohne Drama ging es auch nicht: Ein kurzer, aber heftiger Regenschauer verwandelte den Platz binnen Minuten in eine einzige Schlammpfütze. Mit Humor und Durchhaltevermögen wurde weitergespielt, und am Ende zogen alle zufrieden und mit Pokalen im Gepäck nach Hause.

Die ersten Sieger der Herbstliga-Saison stehen somit fest. Ganz oben in der Tabelle stand am Ende der FC Junbi Palast, der sich verdient den ersten Platz der Herbstliga sicherte. Einen besonderen Preis gab es zudem für das Team vom @ukrainisches_haus_kassel : Sie erhielten den Fairplay-Pokal. Eine Auszeichnung, die zeigt, dass es bei diesem Turnier nicht nur ums Gewinnen ging.

Die @kneipe.knoesel aus Wehlheiden sowie die TG Wehlheiden Fördergemeinschaft @foerdergemeinschaft_tgw verwöhnten alle Anwesenden mit heißer Gulaschsuppe und belegten Brötchen. Genau richtig für einen Tag, der nass, matschig und trotzdem rundum gelungen war.

Wir bedanken uns bei der @kneipe.knoesel und @foerdergemeinschaft_tgw sowie die Jugendräume Wehlheiden von der @viva_stiftung für die Unterstützung vor Ort

Und ein wiederkehrendes Dankeschön an @stadtkassel , @volkswagen.wedrivefootball und @aktion_mensch für die finanzielle Rückendeckung unserer Arbeit!

Bolzplätze zwischen Klimaschutz und Gesundheitsschutz

Bolzplätze zwischen Klimaschutz und Gesundheitsschutz

Sollen Kinder Fußball spielen, wenn der Bolzplatz staubt oder nach tagelangem Regen im Schlamm versinkt? Und ab wann wird aus schwierigen Wetterbedingungen ein gesundheitliches Risiko? Diese Fragen beschäftigen uns bei Streetbolzer immer häufiger. Unser Anspruch ist klar: Kinder und Jugendliche sollen sich bewegen können, unabhängig davon, in welchem Stadtteil sie leben oder wie viel Geld ihre Familien haben. Gerade in Vierteln mit wenig Sportangeboten und Infrastruktur sind frei zugängliche Bolzplätze deshalb wichtige Orte für Bewegung, Begegnung und Teilhabe.

Doch gleichzeitig können wir nicht ignorieren, dass Wetter und Platzbedingungen Einfluss auf die Gesundheit haben. Ein trockener Sommer kann einen Bolzplatz zur Staubwolke machen. Jeder Sprint, Zweikampf und Schuss wirbelt Staub auf, feine Partikel können die Atemwege belasten. Gleichzeitig ist Bewegung selbst ein wichtiger Bestandteil von Gesundheit. Kinder brauchen Räume, in denen sie rennen, Fußball spielen, sich ausprobieren und miteinander in Kontakt kommen können. Die Frage ist deshalb nicht nur: Spielen oder nicht spielen? Sondern vielmehr: Wie können wir Bolzplätze so gestalten, dass Kinder möglichst sicher und gesund spielen können?

Bei Streetbolzer erleben wir diese Herausforderung konkret. Unser wöchentliches Angebot in der Wöhlersiedlung ist mehr als eine Trainingseinheit. Es ist ein niedrigschwelliges Bewegungs- und Begegnungsangebot direkt im Stadtteil. Doch die Gründe für Ausfälle werden mehr: zu heiß, zu nass, zu schlammig, zu trocken oder zu staubig. Natürlich müssen wir reagieren, wenn Bedingungen tatsächlich gesundheitlich problematisch sind. Aber gerade dort, wo Kinder und Jugendliche besonders auf kostenlose und wohnortnahe Angebote angewiesen sind, bedeutet jeder Ausfall auch, dass ein weiterer Ort für Bewegung wegfällt.

Deshalb sollten wir die Diskussion größer denken. Klimaanpassung ist auch Sozialpolitik. Bolzplätze müssen mit Hitze, Trockenperioden und Starkregen umgehen können. Es braucht Überlegungen zu staubarmen und robusten Belägen, besserer Entwässerung, Schatten und einer Gestaltung, die Sportflächen möglichst viele Tage im Jahr nutzbar macht. Das sind nicht nur technische Fragen, sondern Fragen von Gesundheit, Klimaschutz, sozialer Gerechtigkeit und Teilhabe.

Unser Fußballangebot in der Wöhlersiedlung setzt genau dort an. Aber manchmal fühlt es sich an wie ein Tropfen auf einem staubtrockenen Bolzplatzboden. Wir können Bälle mitbringen, Kinder motivieren und jede Woche ein Angebot schaffen. Den Platz selbst können wir jedoch nicht verändern.

Wir wollen deshalb nicht weniger Fußball und nicht weniger Bewegung. Wir wollen bessere Bolzplätze. Plätze, die an die Wetterbedingungen unserer Zeit angepasst sind und Kindern auch in Zukunft sichere, kostenlose und wohnortnahe Bewegung ermöglichen. Nicht irgendwann. Jetzt.

„Fußball bedeutet für mich …“ – Ein kreativer Start nach den Sommerferien

„Fußball bedeutet für mich …“ – Ein kreativer Start nach den Sommerferien

Zum Einstieg in die zweite Hälfte unseres diesjährigen Angebots haben wir heute einen besonderen Workshop vorbereitet: Gemeinsam mit dem @rotopol Verlag haben wir uns mit der Frage beschäftigt:

„Fußball bedeutet für mich …“

Anlass war eine Anfrage des Rotopol Verlags zu ihrer kleinen Publikation "Schaut ein Elefant!" über einen fußballverrückten Elefanten. Die Idee: Fußball nicht nur auf dem Platz erleben, sondern einmal kreativ darüber nachdenken, was dieser Sport für jeden einzelnen bedeutet.

Für unsere Mädchen wurde daraus ein spielerischer Workshop, bei dem sie ihre eigenen Gedanken, Erinnerungen und Ideen rund um Fußball festhalten konnten.

Denn Fußball kann vieles bedeuten: Freundschaft, Teamgeist, Spaß, Streit und Versöhnung, Wettbewerb, Freiheit oder einfach den Moment, gemeinsam auf dem Bolzplatz zu stehen und zu spielen.

Am Ende standen wir dann natürlich gemeinsam noch auf dem Platz und haben Fußball gespielt, mit im Anschluss noch ein sommerliches Essen.

Für uns war der Workshop vor alle, ein schöner Wiedereinstieg nach den Sommerferien. Nach sechs Wochen Pause wieder zusammenzukommen, gemeinsam kreativ zu werden und über das nachzudenken, was uns verbindet.

Wir bedanken uns beim Rotopol Verlag für die Anfrage und die schöne Idee, Fußball einmal aus einer anderen Perspektive zu betrachten.

Und natürlich sind wir gespannt, welche Geschichten, Bilder und Gedanken aus der Frage „Fußball bedeutet für mich …“ noch entstehen werden.

Unsere Arbeit wird möglich gemacht von @stadtkassel @volkswagen.wedrivefootball und @aktion_mensch

Streetbolzer in der HNA: Fair Play über Grenzen hinweg.

Streetbolzer in der HNA: Fair Play über Grenzen hinweg.

Manchmal beginnt der größte Wandel auf dem kleinsten Feld – einem staubigen Bolzplatz, ein paar Toren und einem Ball, der Menschen zusammenbringt, die vorher nichts miteinander zu tun hatten. Genau das haben wir bei unserem jüngsten Mobilitätsaustausch in Diyarbakır erlebt, den wir mit dankenswerter Unterstützung des Erasmus+ Sportprogramms umsetzen konnten.

Der Anlass: FairPlay als gemeinsame Sprache

Streetbolzer lebt von einer einfachen, aber kraftvollen Idee: Straßenfußball kann mehr sein als nur ein Spiel. Er kann ein Ort sein, an dem Fairness, Respekt und Teamgeist genauso zählen wie Tore und Tricks. Mit diesem Gedanken im Gepäck sind wir nach Diyarbakır gereist, um unser FairPlay-Konzept dort weiterzugeben – nicht an Kinder oder Spieler direkt, sondern an die Menschen, die den Sport vor Ort gestalten: die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des städtischen Sportamts.

Die Idee dahinter war klar: Wenn Fairness in der Struktur ankommt, bei denen, die Programme, Ligen und Freizeitangebote organisieren, dann wirkt sie nachhaltiger und breiter, als wenn sie nur punktuell in einzelnen Trainings vermittelt wird.

Workshops statt Frontalunterricht

Statt klassischer Vorträge haben wir auf Workshopformate gesetzt. In gemeinsamen Runden haben wir mit den Kolleginnen und Kollegen aus Diyarbakır diskutiert, ausprobiert und verhandelt: Wie lassen sich Regeln formulieren, die faires Miteinander sichern, ohne dem Sport seinen Wettbewerbscharakter zu nehmen? Denn genau das ist die Gratwanderung, um die es beim FairPlay-Gedanken geht – niemand will den sportlichen Ehrgeiz verlieren, aber genauso wenig soll er auf Kosten von Respekt und Zusammenhalt gehen.

In diesen Sessions wurde viel gefragt, diskutiert und auch mal widersprochen – und genau das war gut so. Ein Regelwerk, das gemeinsam erarbeitet wird, trägt am Ende mehr Verantwortung in sich als eines, das einfach vorgegeben wird. Am Ende der Workshops stand ein Satz an Fairness-Regeln, den die Diyarbakırer Kolleginnen und Kollegen selbst mitgestaltet und mitgetragen hatten.

Die Praxis: Ein Fußballspiel nach eigenen Regeln

Theorie ist wichtig – aber überprüft wird sie auf dem Platz. Deshalb endete das Projekt jedes Mal mit einem Fußballspiel, das nach den gemeinsam erarbeiteten Fairness-Regeln ausgetragen wurde. Hier zeigte sich, ob die Ideen aus dem Workshop auch im hitzigen Moment eines Spiels Bestand haben: Wenn der Ball läuft, der Ehrgeiz steigt und ein knapper Punktestand im Raum steht, wird Fair Play zur echten Herausforderung – und genau dort entfaltet unser Konzept seine Wirkung.

Die Rückmeldungen waren durchweg positiv. Die Mitarbeitenden des Sportamts erlebten am eigenen Leib, wie sich ein Regelwerk anfühlt, das Wettbewerb und Fairness miteinander verbindet, statt sie gegeneinander auszuspielen. Genau dieses Erlebnis wollen wir vermitteln – denn erst wer selbst gespürt hat, wie Fair Play funktioniert, kann es glaubwürdig weitergeben.

Warum dieser Austausch wichtig war

Mobilitätsprojekte wie dieses zeigen, wie viel Substanz im europäischen Austausch steckt, wenn er über den reinen Wissenstransfer hinausgeht. Es ging nicht darum, ein fertiges Konzept “abzuliefern”, sondern gemeinsam mit unseren Partnern in Diyarbakır etwas zu entwickeln, das zu ihrem Kontext, ihrer Sportkultur und ihren Bedürfnissen passt.

Wir bedanken uns herzlich beim Erasmus+ Sportprogramm für die Förderung dieses Austauschs. Ohne diese Unterstützung wäre es uns nicht möglich gewesen, unsere FairPlay-Idee über Ländergrenzen hinweg weiterzugeben und gemeinsam mit engagierten Menschen vor Ort weiterzuentwickeln.

Für Streetbolzer war Diyarbakır ein weiterer Beweis dafür, dass Fair Play keine Frage der Sprache oder Herkunft ist – sondern eine Frage der Haltung, die man gemeinsam erarbeiten und auf dem Platz leben kann.


Bolzplatz-Gedanken kurz vor der Sommerpause: Warum inklusive Orte mehr sind als ein Spielfeld

Bolzplatz-Gedanken kurz vor der Sommerpause: Warum inklusive Orte mehr sind als ein Spielfeld

Kurz vor der Sommerpause lohnt sich ein Blick zurück auf die vergangenen Wochen – und gleichzeitig ein Blick nach vorne: Was braucht ein guter Bolzplatz eigentlich, damit wirklich alle Kinder ihn nutzen können?
Streetbolzer bietet in den Sommermonaten wöchentlich ein Fußballangebot in der Friedrich-Wöhler-Siedlung in der Kasseler Nordstadt an. Dabei geht es natürlich um Fußball, Bewegung und Spaß – aber genauso wichtig sind die kleinen Dinge drumherum. Wir haben immer Trinkwasser dabei, damit die Kinder sich bei warmen Temperaturen erfrischen können. Frisches Obst gehört ebenfalls dazu und bietet eine gesunde Ergänzung zu dem, was im Alltag oft fehlt.
Ein inklusiver Bolzplatz bedeutet aber noch viel mehr, als ein Fußballangebot für möglichst viele Kinder anzubieten. Inklusion beginnt mit der Frage: Ist dieser Ort wirklich für alle zugänglich?
Diese Frage führt uns auch immer wieder zum Zustand der Plätze selbst. In der Friedrich-Wöhler-Siedlung steht eine Soccerbox, die grundsätzlich ein toller Ort für Begegnung und Bewegung ist. Ein inklusiver Bolzplatz bedeutet auch, den Ort selbst kritisch zu betrachten: Ist er für alle Kinder wirklich zugänglich? Die Soccerbox in der Friedrich-Wöhler-Siedlung ist ein wertvoller Treffpunkt für Bewegung und Begegnung, bringt aber auch Herausforderungen mit sich. Die hohe Schwelle am Zugang kann für einige Kinder eine große Hürde darstellen. Wenn Kinder diesen Zugang nicht eigenständig überwinden können, sind sie auf die Unterstützung von Erwachsenen angewiesen. Genau hier zeigt sich, wie wichtig es ist, bestehende Orte weiterzuentwickeln und so zu gestalten, dass alle Kinder sie selbstständig und selbstverständlich nutzen können.
Die zentrale Frage lautet deshalb: Wie schaffen wir es, die Soccerbox und ihren Belag so weiterzuentwickeln, dass sie leichter, sicherer und selbstständiger von allen Kindern genutzt werden kann?
Ein inklusiver Bolzplatz ist kein Luxus. Er ist ein wichtiger Teil einer lebendigen Nachbarschaft. Er schafft Begegnungen, stärkt Gemeinschaft und gibt Kindern die Möglichkeit, unabhängig von ihren persönlichen Voraussetzungen gemeinsam zu spielen.
Die Sommerpause bietet die Gelegenheit, genau darüber nachzud

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